Verfasst von: Marcel | April 21, 2011

Das Doppelpack gepackt

So, nun ist es vorbei, das lang erwartete Wochenende an dem ich einen Doppelstart machen wollte.  Am besten fange ich mal von ganz von vorn an.

Am Samstag morgen ging es, nachdem wir die Startunterlagen zusammen mit meinem Dad schon am Freitag an den Veranstalltungsorten geholt haben gleich auf zum Halbmarathon nach Lübbenau. Ich war glaube ich einer der ersten die an diesem Samstag da waren. Und so konnte ich noch in Ruhe zum Supermarkt gehen und mir was zu essen besorgen. kurz mal bei Carsten angerufen für den ich den Zugläufer spielen wollte. leider nicht ranngegangen, was mir sagte, dass er noch im Auto sitzt. Aber kurz darauf traf ich Ihn auf dem Weg zum Startbereich um seine Unterlagen zu holen.

Nachdem wir das erledigt hatten ging es noch schnell umziehen und dann auf zum Start. Nun herschte reges Treiben und die Bambinis waren an der reihe zu zeigen was sie auf dem Kasten haben. Meine Fresse, gut dass die nicht in meiner Altersklasse laufen die kleinen Raketen 😉

Leider habe ich an beiden Tagen fast keine Bilder gemacht, weswegen ich erst mal warten muss bis die vom Veranstalter online sind um meine ganzen Eindrücke zu zeigen.

Nun standen wir am Start, und es ging los. Die ersten Kilometer waren ein einziges Platzsuchen was man ja aber kennt. dann waren wir laut Beschilderung bei km 3 und waren eigentlich viel zu schnell für Carsten.  Aber wir wollten erst einmal so weiter laufen und sehen was noch so passiert. Beim Halben in Berlin ist er 2:12 gelaufen und so dachte ich mir, das muss doch zu knacken sein. Wir waren gut auf Kurs Quatschten viel und genossen die herliche Spreewaldlandschaft die es wirklich lonenswert macht dort mal laufen zu gehen. Das einzige was Carsten von Beginn an zu stören schien, waren die Brücken die man immer Treppe hoch, Treppe runter erklimmen musste. Er redete immer von Problemen die er ab und an bei wettkämpfen hatte und der Angst dass sie wieder auftauchen wenn es gerade schwer wird. Ein offensichtlich mentales Problem welches Ihm von Beginn an verbietet einfach mal nur das Laufen an sich zu genießen. Daran müssen wir unbedingt arbeiten dachte ich mir und sagte ihm es mal so durch die Blume, indem ich Ihm sagte er solle einfach nur Atmen und genießen. Schien so weit erst mal zu klappen, aber mit den kilometerangaben stimmte was ganz und gar nicht. Wir hatten nach 12 km immer noch einen Schnitt von max 5 Min was eindeutig nicht sein konnte, denn es war sehr langsam für mich. Egal, wir machten weiter und alles lief hervorragend bis zum km 18. denn nun sollte ein Einbruch folgen den wir nicht in den Griff bekommen würden. Ich ließ Ihn weitestgehen in Ruhe und rechnete mal durch wo wir landen würden wenn wir nun mit einem 7er Schnitt ins Ziel traben würden.

Immer noch weit unter der Leistung von seinem Berlinresultat was mich erst mal beruhigte. Ich motivierte Ihn einfach mal die Zähne zusammen zu beißen und nur zu Laufen. nicht Denken, einfach machen, heißt es bei mir immer so schön.

Er sah nun wirklich nicht gut aus, was aber ok war, denn er war an seiner Grenze, ich lief leicht versetzt vor Ihm und redete ab und an beruhigend auf Ihn ein. Dann war es so weit, Wir waren auf den letzten 200 Metern. ich blickte auf die Uhr, und sah, dass wir unter 2 Stunden bleiben würden. Im Ziel stopte die Uhr bei 1:58h Also super Verbesserung zu dem Resultat von zwei Wochen zuvor. Was will man mehr dachte ich mir. Alles super.

Doch Carsten verblüffte mich auch hier wieder. anstatt sich maßlos über die Riesenleistung zu freuen, war er enttäuscht von den letzten 3-4 km. Ich konnte es nicht glauben und machte Ihm erst mal klar, was das im Gegensatz zu seinem letzten Lauf für ein riesiger Schritt war. Nach einiger zeit fing er sich dann zum Glück und konnte sich auch wieder freuen. Also, alles richtig gemacht. Für Ihn ein tolles Ergebniss und für mich ein gutes Resultat als erstes mal Zugpferdchen sein.

Zufrieden verabschiedeten wir uns voneinander und er wünschte mir viel Erfolg für den Marathon am kommenden Tag. Mir taten jedoch auch schon ein wenig die Waden weh, da ich so langsames laufen nicht mehr gewohnt war. aber erst amal sehen was die Nacht so bringt und dann mit voller Power in den nächsten Tag starten.

So, das war die Story vom Halbmaraton in Lübbenau, und da ich nun arbeiten muss, und Ihr euch denken könnt, dass der nächste Bericht noch ein wenig länger ausfallen wird, werde ich nun erst mal Schluss machen und euch noch ein wenig auf die Folter spannen. Fals ich es bis Morgen nicht schaffe wünsche ich Euch allen jedoch ein frohes Osterfest und fleißige Häßchen.

Euer Marcel 😀

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Responses

  1. Lieber Marcel, dein Kumpel wird dir im Nachhinein sicherlich dankbar sein, dass du ihn mit gezogen hast, auch wenn er im ersten Moment nicht mit seiner Leistung zufrieden war, schade, dass man viele oft unzufrieden sind mit dem, was sie geleistet haben, anstatt sich darüber zu freuen, was gegangen ist.

    Es ist schön, jemanden an seiner Seite zu wissen, der motiviert, das kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen.

    Viel Glück für das nächste Abenteuer ! 8)

    • Hallo Margitta, wie es ist wenn jemand einen zieht weiß ich auch seit langem, und wenn du wissen willst wie sich genau diese Situation am vergangenen Wochenende auf mich ausgewirkt hat, dann blicke erwartungsvoll auf den kommenden Artikel.
      Denn schon am nächsten Tag war ich derjenige den es zu motivieren galt 😉

  2. Grandios gemacht – mehr kann man dazu nicht sagen! Also dich hätte ich auch mal gerne als Zugläufer, denn dann ja nix schief gehen!! Ich denke dein Freund wird das zu schätzen wissen.

    So, und jetzt bin ich mal auf den Bericht deines Marathons gespannt und vor allem darauf, wie du den Halben zuvor verkraftet hast!!

    LG
    Steffen

    • Das darfst du sein. Es war heftig, mehr will ich erst mal nicht verraten. 😉


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